Montag, Mai 21, 2007

Ich hasse iTunes

Im Ernst ... es gibt kein zweites Stück Software, welches derart verquert programmiert ist, sich so wenig um allgemeingültige Konventionen schert und dazu noch versucht den Anwender zu gängeln und zu bevormunden, wie Apples iTunes. Und trotzdem hab' ich mir letzte Woche eine iPod zugelegt. Gesnip'ed by eBay zum Schnäpchenpreis und schon nach wenigen Minuten der ersten Nutzung war klar, dass es auch ohne vorgenanntes iTunes möglich ist, den iPod sinnvoll mit Musik und Audiobooks zu füllen: WinAmp macht das schon.
Aber eine Sache war dann doch etwas tricky .... diese vermaledeiten (ein schönes Wort, nicht?) Audiobooks tauchten auf dem iPod zwar in den jeweiligen Wiedergabelisten als "Musik" auf, weigerten sich aber hartnäckig unter dem Menü "Hörbücher" aufzutauchen. Und das hat leider den unangenehmen Nachteil, dass man im Audiobook nicht mehr wusste wo man gerade war wenn man zwischendurch mal etwas Musik oder gar ein anderes Audiobook gehört hat.
Nach einigem hin- und herprobieren fand ich dann aber doch noch die Lösung:

Hörbücher, welche als MP3-Tracks vorliegen in iPod-taugliches Hörbuch umwandeln und ohne itunes auf den iPod bringen

1. alle einzelnen Tracks müssen zu einem lange MP3-Track zusammengefasst werden. Das geht mit der Freeware "TENTO.XP". Vor dem Zusammenfügen der einzelnen Files unbedingt darauf achten, dass die Files sortiert werden.

2. anschließend muss die entstandene MP3-Datei AAC-codiert werden. Das geht mit der Freeware "SUPER" von eRightSoft. Hierbei müssen folgende Einstellungen beachtet werden:
- output container: "Apple-iPod"
- output audio codec: "AAC"
- sampling freq: 22050
- channels: 2
- bitrate kbps: 64

3. die entstandene Datei von *.MP4 umbennen in *.m4b

4. die m4b-Datei in WinAmp in die Medialibrary einfügen. Dabei kann es notwendig sein, dass unter Einstellungen..Plug-ins..Input in der Konfiguration des "Nullsoft MPEG-4 Audio Decoders" als dateiendung noch "m4b" hinzugefügt werden muss.

5. mit WinAmp das neue Audiobook auf den iPod syncen

Fortan ist das Audiobook auf dem iPod auch als echtes Hörbuch im entsprechenden Menü zu finden und man kann sowohl die Bookmark-Funktion (der iPod merkt sich bis wohin man das Buch bereits gehört hat) als auch die Schneller/Langsamer-Funktion nutzen.

Außerdem hat das ganze noch einen weiteren Vorteil: nutzt man den iPod im Auto und shuffled dort munter durch den ganzen Vorrat an legalen Musik-Tracks, kam es bis dato vor, dass man auch mal in einem Audiobook-Track landetet ... blöde wenn man gerade noch lauthals Culcha Candela mitgegrölt hat um kurz darauf die Biografie von Mahatma Gandhi vorgelesen zu bekommen. Werden Audiobooks aber als solche erkannt und vom iPod in den Hörbüchern einsortiert, schuffled er fortan nicht mehr durch die Bücher durch.


Mittwoch, Januar 24, 2007

Der Variable-Stunden-Mensch (lat. Homo tempus permutaris)

Firmeninterne Workshops haben die Eigenart die betroffenen Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit in einen Zustand geistiger Starre zu versetzen, wie sie ansonsten nur während der krankhaft bedingten Absence Epilepsie auftritt, welche sich zwar im Allgemeinen mit einsetzender Pubertät wieder auswächst, beim Eintreten eines Workshops aber spontan remanifestiert. In Zeiten dieser geistigen Starre geht die Prozessor-Last im Oberstübchen auf 100% und in seltenen Fällen kommt dabei was sinnvolles (oder auch nicht) heraus:

Der Variable-Stunden-Mensch (lat. Homo tempus permutaris)
Ich verfolge seit geraumer Zeit die Theorie, dass, wie Albert E. aus P. schon im Rahmen seiner speziellen, nachfolgend auch anhand der allgemeinen, Relativitästheorie mehr oder weniger bewiesen hatte, Zeit eine recht unbeständige Angelegenheit ist, sich zum Beispiel schon von der klitzekleinsten Gravitationsveränderung aus dem Gleichgewicht bringen läßt, und genau dies ist der Punkt wo meine persönliche Theorie ansetzt: von der Graviation mal abgesehen ist ein viel interessanterer einflussnehmender Faktor weniger natürlicher als vielmehr persönlicher Herkunft. Persönlich insofern, dass diese beeinflussenden Faktoren die Zeit nicht mehr umfassend beeinflusst und die entstehenden Veränderungen sich nur noch auf einzelne Individuen auswirken und somit bei gleichbleibender Umgebungszeit (gibts das Wort schon? Wiki sagt nein ... Somit setze ich meine Flagge drauf und erkläre es zu ausschließlich schlemmblogschem Territorium), welche sich höchstens Alberts Theorien hingibt, deren Relativzeit extremen Schwankungen unterliegt.

Ein Beispiel: Axel P aus S ist ein typischer Vertreter des Homo tempus permutaris. Innerhalb dieser Spezies gehört er zu Gruppe der 18-Stunden-Menschen: acht Stunden arbeiten, acht Stunden schlafen (davon 6:30 Std auf der Couch vor laufendem Fernseher), eine Stunde lesend (und pressend) auf der Schüssel und eine Stunde rauchenderweise oder Fastfood aus der Mikrowelle vertilgend. Macht 18 Stunden pro Tag. Mehr bleibt da nicht mehr übrig. Der arme Kerl hat einfach keine 24 Stunden zur Verfügung. Wo sind die fehlenden Stunden?

Ein anderes Beispiel: Miriam H aus A gehört offensichtlich zur Untergruppe der 30-Stunden-Menschen. Acht Stunden schlafen, zwölf Stunden Kinder hüten, drei Stunden Haus von oben bis unten putzen, zwei Stunden Essen zubereiten und einen winzigen Teil diese zubereiteten Speisen auch selbst verputzen. Dann noch zwei Stunden mit dem Ehemann TV schaun um anschließend noch drei Stunden Schmuck selbst zu entwerfen und gleich auch herzustellen, einige Aquarelle malen und noch ein paar Laubsägearbeiten anfertigen. Suma sumarum 30 Stunden pro Tag.

Da erklärt sich dann vieleicht auch wo die sechs verlorenen Stunden des Axel P aus S hingekommen sind. Bedeutet dies, dass es vieleicht ein speziesübergreifendes Gleitzeitkonto gibt, die Lebenszeitsouveränität damit nur illusorisch ist und man schaun muss, dass man seine virtuelle Stechkarte beizeiten auf Vordermann bringt?

Das bietet einiges an Potential für die nächste Starre ...

Freitag, Januar 19, 2007

Riechst du's auch?


Vorspiel: Nasen, insbesondere derart große Exemplare, neigen zu übertriebener Sensitivität gegenüber Gerüchen aller Art

Mittwoch, August 16, 2006

Tegenaria parietina

Heute morgen:

Ich komme schlaftrunken aus dem Schlafzimmer, schlage wankend meine Weg Richtung Badezimmer ein, kommt mir meine Frau entgegen: "Bad is besetzt." ... schlaftrunken frag ich mich von wem, denn Frau ist in Küche verschwunden und Sohn liegt noch im Bett. An der Badezimmertür ist das "Besetzt"-Schild zu sehen ... ich geh trotzdem rein, sitzt in der Badewanne 'ne Spinne so groß wie halb Saarlouis. Mannomannomann.

Ich brauch den Bug Vacuum Electric Bug & Insect Killer

Kennt keiner ne Quelle für dieses Ding hier in Deutschland?

Mittwoch, Juni 28, 2006

1000 - 978 Fragen

Okok .... scheint so als ziehe sich dieser Fragebogen durch die Bloggosphäre. Mal sehen ob ich da irgendwie den Bezug zum Essen hinbekommen:

Inspiriert von Sinnlos im Blog und Ann von Neben:

1. Greife nach dem Buch, das am nähesten zu dir liegt, schlage Seite 18 auf und zitiere die vierte Zeile.
"32 Kanäle mit je 64 kBit/s, davon 30 Sprachkanäle, einen Signalisierungs- und"
hmm .... das macht wenig Sinn

2. Strecke deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was findest du?
Drei Stapel mit Mignon Akkus, NiMH, alle min 2500mAh

3. Was hast du als letztes im Fernsehen gesehen?
Dr. House ... der großartigste Unsymphat im TV.

4. Mit Ausnahme des Computers, was kannst du gerade hören?
Pfeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiif .... Tinnitus nervt echt, vor allem weil er seit heute morgen nun auf beiden Ohren nervt.

5. Wann hast du den letzten Schritt nach draußen getan?
Gerade den Müll rausgebracht.

6. Was hast du gerade getan, bevor Du diesen Fragebogen begonnen hast?
Mit Bina getickert ... aber sie sagte, ich soll das hier nicht schreiben. Warum??

7. Was hast du gerade an?
Sneakersocken, Bermudas, TShirt

8. Hast du letzte Nacht geträumt?
Ja ... Pfeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiif .... siehe 4.

9. Wann hast du zum letzten Mal gelacht?
Heut morgen vor Freude als mein Sohn aufwachte und mich begrüßt hat.

10. Was befindet sich an den Wänden des Raumes, in dem du dich gerade befindest?
Regale mit Büchern.

11. Hast Du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?
Ja ... auf einem Bild in einer eMail, welche gerade mit dem Titel "die Grillsaison ist eröffnet" die Runde macht. An alle Jungs die das lesen: schaut euch das Bild nicht an oohgottoogottogotttogottoooogoooottttoogogootott

12. Was hältst du von diesem Quiz?
Nix ... ich find Quizs ... ähem .... Quize .. sh** was ist der Plural von Quiz?

13. Was war der letzte Film, den du gesehen hast?
Doom .. die extende Version .. läuft gerade auf Brummiere und da hab ich gestern noch reingeschaut. Aber ich glaub ich hab nur 16 min davon ertragen.

14. Was würdest du kaufen, wenn du plötzlich Multimillionär wärst?
Neue Ohren ... die alten sind ausgeleiert und pfeifen nur noch dumm rum.

15. Sag mir etwas über dich, was ich noch nicht wusste.
Ach gottchen ... jetz wirds hier aber komisch. Ich nehm den 50:50-Joker, lass das Publikum entscheiden und leg das Ergebnis meinem Telefonjoker vor.

16. Wenn du eine Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?
"Beamen" ... fänd ich cool, wenns das wirklich gäb.

17. Tanzt du gerne?
Hör uff ... geh fott ... am besten noch sowas wie Rumba oder Chachacha? Das is nu wirklich nur was für zahngebleichte und sonnenbankgegerbte Hohlkreuztucken mit viel zu engen Hosen.
Andererseits bisschen abzappeln is schomma ganz nett.

18. George Bush
Der gefährlichste Mensch der Welt.

19. Stell Dir vor, Dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest Du es nennen?
Keine Ahnung ... Namen sucht meine Frau aus. Sie meint ich hätte dazu nicht die nötige Kompetenz.

20. Und einen Jungen?
Felix ... das war einfach ;-)

21. Würdest Du es in Erwägung ziehen, auszuwandern?
Nope ... ich fühl mich hier wohl.

22. Was würdest Du Gott sagen, wenn Du das Himmelstor erreichst?
"Ei guut"



Hmm ... das mit dem Bezug zum Essen ist mir nun nicht gelungen. Geh ich mir halt zwei Hüftsteaks auf den Grill legen.

Montag, Mai 22, 2006

Wochenende ist rum ...

... und wieder beginnt ein grandioser Arbeitstag. Aber nachdem mir meine Waage heute morgen eine herben Schock versetzt hat, und mich mit ihrer üblichen pragmatischen, ja fast dreisten Art und Weise mit etwa anderthalb Kilos mehr als noch vor dem Wochenende konfrontierte, scheint sich nur herauszustellen, dass das Wochenende und die damit verbundenen Schlemmereien ein klitzekleines bisschen zuviel waren. Zuviel vor allem angesichts der Vereinbarung, welche ich mit meiner Frau getroffen habe. Jeder von uns hat sich ein Zielgewicht gesetzt und derjenige, der dieses Gewicht erreicht, bekommt von dem anderen eine Playstation Portable geschenkt. Nachdem ich schon neun Kilo runter hatte, war sie schon fast zum Greifen nah ... nur noch vier Kilo davon entfernt. Na gut, dann sind es nun halt fünfeinhalb Kilo. Sollte doch zu schaffen sein.

Freitag abend waren wir in Körprich (liegt in der Nähe von Nalbach) in der dortigen Landbrauerei zum Abendessen. "Klasse!" sag ich nur. Selten so gut und gleichzeitig angenehm günstig gegessen. Angefangen haben wird mit selbstgebrautem Bier (hell, dunkel und Weizen) und Flammkuchen in verschiedenen Variationen: Elsässer Flammkuchen kennt man ja, aber griechische und saarländische Flammkuchen hatte ich bis dahin noch nicht gegessen. Saarländische Flammkuchen sind da noch relativ nah am Original: Elsässer Flamm plus kleingeschnippelte Lyonerstreifen. Abenteuerlicher wirds dann bei den griechischen Flamms: Zwiebeln, Feta, Oliven und eine leichten Kräuternote anstelle des elsässichen Dörrfleisch-Zwiebel-CremeFraiche-Belags. Superlecker!! Nächste Runde waren dann Fleischgerichte. Wo gibt's sonst noch zwei Schweinerückensteaks mit Champignong-Rahm mit Salat und einer riesigen Portion Bratkartoffeln für 8,80 Euro. Oder 250 gr Rumpsteak mit Röstzwiebeln, ebenfalls mit Salat und Bratkartoffeln, für 10,50 Euro. Wessen Interesse nun geweckt ist, kann ja mal hier vorbeischaun: http://www.landbrauerei.de/.

Mittwoch, Mai 17, 2006

Hatte ich schon erwähnt, dass....

... ich Steaks liebe? Steaks in allen Zubereitungsvariationen. Der Ursprung der Steaks spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle -- wobei ich mit "Ursprung" jetzt eher das Spendertier als weniger den Verkäufer meine.

Was das Spendertier angeht kommen ja allerlei Spezies in Betracht: Rind, Kalb, Schwein, Lamm. Das sind so die üblichen Viecher, welche im allgemeinen stückchenweise auf saarländischen Grills und in gut gefetteten Eisenpfannen landen. Neuerdings tauchen hier aber immer öfter auch Teile von Strauss, Krokodil oder Känguruh auf. Wobei ich persönlich Känguruh nicht wirklich mag -- schmeckt imho wie'n alter Hirsch, der statt jung und überrascht an einer LKW-Stoßstange zu sterben von seniler Alterschwäche dahingerafft wurde. Seit einiger Zeit ist jedoch das Kamel mein Favorit: Hier in Saarbrücken gibt's das leider recht selten und bisher die einzige Quelle für Kamel-Steaks ist "Wongar - the australian steak house". Sollte man mal probiert haben. Es lohnt sich.

Der heutige Abend begnügt sich aber mit bodenständigerem: Steak aus der Hüfte eines glücklichen Rindes. Stell' ich mir hier die Frage, ob dieses Rind nun glücklich gelebt hatte oder ob es glücklich ist sein kurzes Leben zwischen den beiden Grillfläche meines 2.400-Watt-Kontaktgrill innerhalb von drei Minuten zu einem (für mich) glücklichen Ende zu bringen? Nein, die Frage stell ich mir nicht und kümmere mich stattdessen um eine unverschämt große Schüssel voll Feldsalat mit Ei, ausgelassenem Speck, Champignons und Croutons in einer feines Joghurt-Vinaigrette. Mag sein, dass der ein oder andere hier die Nase rümpft. Joghurt-Vinaigrette am Feldsalat? Ja, klar ... das muss sein und man sollte es mal probieren.

Aber zurück zum Ursprung der Steaks und des passenden Lieferanten. Der menschenauflaufverursachenden Sonderangebotslieferant Nr.1 bietet hier für tiefgekühlte Notfälle eine erstaunlich gute Qualität und einige Portionen davon sind in einem der Kühlschränke meiner Küche immer zu finden. Von diesen Notfällen mal abgesehen gibts für mich aber nur zwei angemessene Quellen anti-vegetarischer Genußmittel.

Die erste Adresse ist hier die Metzgerei unseres Dorfes. Norbert, der Metzger, bürgt fur gute Qualität und obwohl ich mich des öfteren mit den Verkäuferinnen über die Tatsache streite, dass sie keine Handschuhe tragen, ist die Qualität der angebotenen Wurst- und Fleischwaren über jeden Zweifel erhaben.

Die andere erste Adresse ist der Werksverkauf der Firma Schwamm ("Schwamm drüber" ... hehe). Dieser ist passenderweise in Saarbrücken am Lyoner Ring. Kein Scherz, die Straße heißt wirklich so. Muss ich den Nicht-Saarländern hier erklären, dass Fleischwurst im Saarland überlicherweise als "Lyoner" bezeichnet wird? Ring Fleischwurst -- Ring Lyoner -- Lyoner Ring. Hier möchte ich eine Warnung aussprechen: Wer Freitags im Büro sitzt und angesichts drohenden Sonnenscheins auf die Idee kommen sollte am Nachmittag noch schnell bei'm Schwamm vorbeizuschaun und einige Kilo Grillfutter für Wochenende und Schwenker zu besorgen ... lass es sein oder bring eine gehörige Portion Geduld mit. Diese Idee haben zeitgleich fast alle in Saarbrücken arbeitenden nativen Saarländer. Die Folge dessen sind Prügeleien vor der Fleischtheke, Haare raufende und wild um sich beisende Hausfrauen und angesichts ausverkaufter Bierschwenker weinend zusammenbrechende Männer. Ok, das ist ein klein wenig übertrieben .... nichts desto trotz ist es erstaunlich, was Freitags mittags in diesem Ladenlokal los ist.

Ich glaub ich geh diesen Freitag mal nur so zum Spaß hin ... schaun was los ist ;-)

Samstag, August 27, 2005

Wieder Samstag und wieder ..... arbeiten

Der gleiche Wochentag, das gleiche Callcenter und wieder arbeite ich auf, was von der Woche liegen blieb. Und -- man ahnt es schon -- wieder werden wir heute abend bei den Schwiegereltern zu Abend essen.

Dort wird es heute im Backofen gegarte Hähnchenkeulen (die; -[e]s, sg Hähnchen_keule, Fachspr., Umgangsspr. auch: -bähnche sg -bähn) geben. Hähnchenkeulen im allgemeinen werden gemeinhin als eher profanes Mahl angesehen, jedoch erreichen sie in dieser Form der Zubereitung geschmacklich beachtliche Höhen und darum sollten diese Geflügelteilchen hier etwas näher beschrieben werden. Bei der Zubereitung verzichten wir vollständig auf Experimente und greifen auf traditionelle Zutaten und Methoden zurück, welche seit Jahrtausenden die saarländische Küche -- hier wird immer wieder in Frage gestellt, ob es eine solche in derer reiner Form überhaupt gibt -- beeinflußten: Dörrfleisch, Olivenoel und Kräuter (wo meist frischen Kräutern der Vorzug zu geben ist, so soll es hier durchaus angebracht sein, die getrockneten Varianten, gerne auch in fertigen Mischungen, zu nutzen).

Nach einer gründlichen Reinigung der Schlegel unter fließendem kalten Wasser werden diese in Reih und Glied auf einem zuvor leicht geoelten Backblech aufsortiert um danach mit frisch gemahlenem Pfeffer, Paprika-Pulver und einer "provencalischen" Kräutermischung bestreut zu werden. Auf jede Hähnchenkeule legen wir nun noch einen dünnen Streifen Dörrfleisch und verteilen ein oder zwei große, in Scheiben geschnittene Zwiebeln -- gerne auch einige Knoblauchzehen -- darüber um dann alles zusammen auf die mittlere Schiene des vorgeizten Backofen (190°C sollten ausreichen) zu befördern. Eine gute Stunde sollten die Beinchen des Federviehs nun fleissig vor sich hin brutzeln um von beiden Seiten -- sofern der geneigte Koch nicht müde ist die Schlegel ab und an zu wenden -- knusprig braun zu werden. Ein willkommener Nebeneffekt dieser Form der Zubereitung ist der Sud, welcher sich während des Garvorgangs auf dem Blech sammelt: durch das Dörrfleisch und die vielen Kräuter bildet sich ein überaus kräftiger Geflügelfond, der, nachdem er abgeschöpft und mit dem "Zauberstab" bearbeitet, wunderbar als Grundlage verschiedenster Soßen dienen kann und sich tiefgekühlt recht lange hält.

Die fertigen Hähnchenkeulen werden mit frischem Baguette, Salat und eiskaltem Bier serviert, gerne wird auch etwas gegrilltes Gemüse dazu gereicht.

Sonntag, September 19, 2004

Samstags arbeiten ...

Nachdem ich Freitag frei hatte und dieser Freitag ausgerechnet der Tag war,welchen sich unsere Zentralheizung zum Kaputtgehen ausgesucht hatte und ich deshalb von 13:00 bis 21:00 Uhr damit beschäftigt war unser komplettes Heizungssystem leerlaufen zu lassen, um anschließend einen zweiundreißigJahre alten Mischer der Marka "AXA" und den dazugehörigen Stellmotor Marke "Centra-Bürkle" und vom Typ "VMM20" wieder instandzusetzen um danach unser Heizungsystem wieder zu befüllen und stundenlang im Haus rumzurennen und Heizkörper zu entlüften, musste ich Samstag morgen dann noch arbeiten. WO ich arbeite? In einem Callcenter eines internationalen Online-Dienst.
Samstage im Callcenter haben etwas sehr beruhigendes .... kein Manager ist im Haus, das Callvolumen ist recht gering, was wiederum den Steuerungsaufwand extrem minimiert, und so kann ich in aller Ruhe das erledigen, was die Woche über liegengeblieben ist. Und heute abend gehts dann noch zu den Schwiegereltern .... da wird gegrillt und ich muss mich heute abend nicht auch noch in die Küche stellen. Stattdessen werd ich mir heut abend dann in aller Ruhe 'ne Flasche Wein und irgendeinen neuen Film reinpfeifen ;-)

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